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Fragen zu meiner Arbeit

Ist diese Arbeit nur etwas für Musiker?

Ist diese Arbeit nur etwas für Musiker?

Nein, an meinen Kursen kann jeder Mensch teilnehmen, es sind keine musikalischen Vorkenntnisse erforderlich.

Was wird in den Seminaren gemacht?

Was wird in den Seminaren gemacht?

Zu gesprochenen Rhythmussilben werden Schritte gesetzt, darüber wird eine rhythmische Ebene mit den Händen erzeugt. Über die entstandene Struktur wird mit dem/r LeiterIn abwechselnd gesungen. Für sich genommen ist jede Ebene sehr einfach, jedoch zusammen sind sie auf eine Weise komplex, die der Verstand nicht mehr bewerkstelligen kann.

Erst durch Loslassen und Flexibilität kann der Körper die Rhythmen in dieser Komplexität umsetzen. Jede/r TeilnehmerIn lernt zu jedem Zeitpunkt individuell.

Was mache ich, wenn ich bei den Übungen nicht mitkomme?

Was mache ich, wenn ich bei den Übungen nicht mitkomme?

Da der Prozess kein linearer Lernprozess ist, kannst du nie den Anschluss verlieren. Auch wenn du eine Zeitlang aussetzt oder gerade nicht mitkommst, kannst du jederzeit wieder einsteigen. Dabei entscheidest du selbst, welche oder wie viele der Ebenen (Stimme, Schritte, Klatscher) du mitmachst.

Ist es nicht besser, wenn man möglichst viel mitmachen kann?

Ist es nicht besser, wenn man möglichst viel mitmachen kann?

Das Beste für dein Lernen und deinen Entwicklungsprozess ist, wenn du deinem eigenen Zeitmaß und Lerntempo folgst und genau damit in Frieden bist, was dir im jeweiligen Moment möglich ist. Das ist nicht statisch, sondern kann sich von Sekunde zu Sekunde ändern. Wenn du dem folgst und nicht dagegen ankämpfst, wirst du erstaunt sein, wie rasch du in deiner Entwicklung voranschreitest.

Sich Hinzusetzen oder Hinzulegen kann viel effektiver sein als das Bemühen, alles mitzumachen. Das Lernen ist nicht linear und mehr Anstrengung und Kontrolle führt nicht zum Erfolg. Es kann sein, dass du in einem Moment alle Ebenen gleichzeitig ausführen kannst und im nächsten Moment keine Vorstellung davon hast, wie das je funktionieren konnte.

Ich will nicht mit allen anderen im Gleichschritt gehen. Ich will meinen eigenen Rhythmus finden.

Ich will nicht mit allen anderen im Gleichschritt gehen. Ich will meinen eigenen Rhythmus finden.

Du kannst dich jederzeit in deinem eigenen Rhythmus bewegen, frei durch den Raum gehen, frei tanzen, dich hinsetzen oder hinlegen. Wenn du dem nachgehst, wirst du ganz wesentlich für das Entwickeln deiner Synchronisationsfähigkeit profitieren.

Warum legen sich Leute oft hin?

Warum legen sich Leute oft hin?

Letztlich geht es darum, die tragende Kraft von Rhythmus innerlich zu spüren. Die grobmotorischen Bewegungen, das Schrittesetzen und Klatschen, wirken nur als Katalysatoren, die diese inneren Empfindungen öffnen. Das Hinlegen bewirkt, durch das Aussetzen der motorischen Aktivität, dass andere Kanäle der Wahrnehmung, wie Hören, Spüren und inneres Visualisieren, stärker in den Vordergrund rücken können.

Ich bin rhythmisch sehr unbegabt, kann nicht einmal zu einem Lied klatschen. Kann ich trotzdem an einem Kurs teilnehmen?

Ich bin rhythmisch sehr unbegabt, kann nicht einmal zu einem Lied klatschen. Kann ich trotzdem an einem Kurs teilnehmen?

Gerade dann, wenn du dich als rhythmisch unbegabt erlebst, kann dir TaKeTiNa wie keine andere Arbeit helfen, dein Rhythmusgefühl zu entwickeln. In anderen Kursen, in denen mit Rhythmus gearbeitet wird, wie in Trommel- oder Tanzkursen, geht es darum, Rhythmen einzustudieren.

In TaKeTiNa hingegen lernst du nicht Rhythmen, sondern es lösen sich Hindernisse, die zwischen dir und Rhythmus stehen. TaKetiNa arbeitet mit Rhythmen, die jeder Mensch in sich trägt.

In Tanzkursen bin ich nie mitgekommen. Dann ist das sicher nichts für mich, oder?

In Tanzkursen bin ich nie mitgekommen. Dann ist das sicher nichts für mich, oder?

In Tanzkursen werden Schritte zu bestimmten Rhythmen einstudiert. In meiner Arbeit repräsentieren die Schritte ganz etwas anderes, nämlich die tragende und im Regelfall unhörbare Welle, die unterhalb der Musik liegt. Zusammen mit den Klatschbewegungen sind das rhythmische Urbilder, in die du „hineinfällst“, wenn die optimale Balance aus Machen und Geschehenlassen, ein Loslassen von Kontrolle, gegeben ist.

Du wirst vielleicht erstaunt feststellen, wie du dich plötzlich mühelos im Realisieren der Schritte und Klatscher wiederfindest und dann im nächsten Moment wieder gänzlich „danebenstehst“ und dir gar nicht erklären kannst, wie das möglich war.

Wozu soll ich Rhythmen lernen? Was bringt mir das für mein Leben?

Wozu soll ich Rhythmen lernen? Was bringt mir das für mein Leben?

Du lernst keine Rhythmen, sondern die Rhythmen, mit denen gearbeitet wird, kennt dein Körper bereits. Was du lernst und entwickelst, sind Fähigkeiten, die du für Synchronisation benötigst. Damit lernst du essentielle Qualitäten für dein Leben.

Dazu zählen: Flexibilität, Gelassenheit, Loslassen, Präsenz. Deine Wahrnehmung erweitert sich, Raum entsteht, in dem du mühelos vieles gleichzeitig verarbeiten kannst. Dein Körper entwickelt die Fähigkeit, über lange Zeiträume fokussiert und konzentriert und dabei völlig entspannt zu sein.

Ist das nicht peinlich, wenn ich etwas nicht kann, was alle anderen können?

Ist das nicht peinlich, wenn ich etwas nicht kann, was alle anderen können?

Scham und die Angst, bei Fehlern „ertappt“ zu werden, begleitet viele Menschen beim Lernen, da wir so aufgewachsen sind, dass Fehler tunlichst vermieden werden sollten. Mein Lernprozess befreit dich davon, da das Fehler Machen bewusst integriert wird. Die Angst davor und die unangenehmen Gefühle dabei bauen sich nach und nach von selbst ab.

Warum können Kinder und Erwachsene gemeinsam lernen?

Warum können Kinder und Erwachsene gemeinsam lernen?

Unterschiedliches Alter, unterschiedliche Vorerfahrungen und Berufsgruppen, Diversität jeglicher Art, befruchtet das Kollektiv. Dabei ist nie jemand unter- oder überfordert. In einem linearen Lernprozess wäre dies gar nicht möglich, jedoch hier ist es das. Von Kindern können Erwachsene z.B. das Loslassen und das Lernen im eigenen Zeitmaß lernen.

Was bringt es mir, wenn ich mich bemühe, einen Rhythmus richtig zu klatschen?

Was bringt es mir, wenn ich mich bemühe, einen Rhythmus richtig zu klatschen?

Es geht nicht darum, einen Rhythmus richtig zu klatschen, sondern darum, dass sich in deinem Körper ein viel tiefer liegendes Wissen auftut, das mit Bemühen und Anstrengung rein gar nichts mehr zu tun hat. Dieses Wissen öffnet sich, durch dein Loslassen und durch das Vertrauen, dass dich der Rhythmus mitnimmt, wenn du auch in chaotischen Momenten entspannt und in deiner Wahrnehmung präsent bleibst.

Um die Öffnung dieses Wissens und das Einssein mit Rhythmus geht es, nicht darum „richtig zu klatschen“.

Wenn ich mich nicht anstrenge, wie soll ich dann komplizierte Rhythmen ausführen können?

Wenn ich mich nicht anstrenge, wie soll ich dann komplizierte Rhythmen ausführen können?

Es handelt sich um Rhythmen, die du nicht lernen musst, sondern die bereits in dir angelegt sind. Nur dadurch ist es möglich, dass du „in den Rhythmus fällst“, und nur dadurch wird dir möglich, zu erkennen, was dich ebendaran hindert.

Wie kann ich auflösen, was mich daran hindert, in den Rhythmus zu fallen?

Wie kann ich auflösen, was mich daran hindert, in den Rhythmus zu fallen?

Durch Entwickeln von Synchronisationsfähigkeit, die wiederum Flexibilität voraussetzt. Diese erreichst du, indem du öfters den Rhythmus verlierst und dabei mehr und mehr lernst, gelassen zu bleiben und nicht reflexartig zu verkrampfen oder reaktiv festzuhalten.

Der Umgang mit Rhythmus dient als Spielwiese für den Umgang mit Fehlern. Wo im Leben hast du sonst die Möglichkeit dazu? Du lernst, loszulassen. Mit jedem Rausfallen hast du Gelegenheit, flexibler zu werden. Diese Flexibilität ist es, die du brauchst, um in den Rhythmus zu kommen.

Wie kann ich meine Angst vor Fehlern loswerden?

Wie kann ich meine Angst vor Fehlern loswerden?

Anders als im Leben gibt es hier keine Menschen, vor denen du Fehler vertuschen müsstest, keinen Lehrer, keinen Chef, der dich beurteilt, keine Angst vor einem Jobverlust o.ä.. Du weißt, dass Fehler in diesem Lernprozess unvermeidbar sind. Du kannst also ganz spielerisch herangehen.

Rasch wird spürbar, dass der größte Kritiker in dir selbst sitzt.

Mit jedem Mal aus dem Rhythmus Fallen hast du Gelegenheit, deine ganz persönlichen reaktiven Muster zu beobachten und zu transformieren. Mit jedem Mal Rausfallen wirst du flexibler, lässt du mehr los und verlierst deine Angst vor Fehlern.

Was passiert, wenn andere besser sind als ich?

Was passiert, wenn andere besser sind als ich?

Es spielt keine Rolle, ob die anderen Gruppenmitglieder viel oder wenig Vorerfahrung haben, da jede/r seinen bzw. ihren individuellen Weg des Lernens geht. Eingebunden zu sein in das rhythmische Geschehen setzt nicht voraus, dass jede/r alle unterschiedlichen rhythmischen Ebenen gleichzeitig realisieren muss. Du kannst z.B. mit den Schritten dabei sein und davon profitieren, dass andere Gruppenmitglieder klatschen, sodass die Klatscher über das Hören in dein System aufgenommen werden können.

Kann es passieren, dass ich mich in einer Gruppe von rhythmisch unerfahrenen Menschen unterfordert fühle?

Kann es passieren, dass ich mich in einer Gruppe von rhythmisch unerfahrenen Menschen unterfordert fühle?

Dies wird niemals der Fall sein, da die Leiterin oder der Leiter stets alle Gruppenmitglieder im Blick hat und die Intensität entsprechend dosiert. Auf diese Weise befindet sich jede/r früher oder später in der Zone, wo ein gutes Maß an Herausforderung gegeben ist. Auch geht es nicht um das WAS, sondern um das WIE. Du kannst ein und dieselbe Aufgabe als langweilig oder als immer tiefergehend erleben.

Ich fühle mich in Gruppen unwohl. Die Bilder von den Kreisen, wo sich alle an den Händen halten, lösen in mir beklemmende Gefühle aus.

Ich fühle mich in Gruppen unwohl. Die Bilder von den Kreisen, wo sich alle an den Händen halten, lösen in mir beklemmende Gefühle aus.

Du bist Teil eines Kollektivs, jedoch gleichzeitig bleibt deine Individualität gewahrt. Es gibt zu keinem Zeitpunkt eine Übung, die du „mitmachen musst“, wenn du nicht willst, oder wo es für die Gruppe oder einzelne Mitglieder nachteilig wäre, wenn du nicht dabei bist.

Du hast alle Freiheit, zu entscheiden, was dir im jeweiligen Moment gut tut. TaKeTiNa bietet einen Raum, in dem du die Vorteile einer Gruppe spüren und erleben kannst, wie: Dazugehörigkeit, Halt, Getragensein, Teil von etwas Größerem sein. Gleichzeitig bist du stets Individuum: frei, selbstbestimmt, autonom.

Muss man immer im Kreis stehen?

Muss man immer im Kreis stehen?

Nein, das ist eine Form, in der das Lernen stattfinden kann. Bei kleineren Gruppen oder im Einzelsetting ist eine Kreisform z.B. gar nicht möglich. Als TeilnehmerIn kannst du zu jeder Zeit selbst entscheiden, ob du im Kreis oder woanders stehen möchtest, dich hinsetzen, hinlegen oder frei durch den Raum gehen möchtest.

Warum halten einander die Leute im Kreis an den Händen?

Warum halten einander die Leute im Kreis an den Händen?

Die Verbindung über das Händehalten hat eine rhythmische Funktion, da die Synchronisationsfähigkeit neben Flexibilität auch Verbindung voraussetzt. Man kann auch nur über das Hören, Sprechen, Sehen und Spüren verbunden sein und muss sich nicht an den Händen halten – es hat aber einen sehr wirksamen Effekt, daher wird es eingesetzt.

Ich habe gehört, es geht nicht darum, Rhythmen zu lernen. Worum geht es dann?

Ich habe gehört, es geht nicht darum, Rhythmen zu lernen. Worum geht es dann?

Es geht darum, zu erleben, wie man Eins mit Rhythmus sein kann, ohne sich dafür anstrengen oder etwas einüben zu müssen. In TaKeTiNa kann jede/r in den Flow kommen. Worum es geht, ist, in der Begegnung mit Rhythmus Qualitäten und Fähigkeiten für das eigene Leben zu erlernen.

Was bedeutet „in den Rhythmus Fallen?“

Was bedeutet „in den Rhythmus Fallen?“

So nennen wir die Momente, in denen uns nichts mehr von Rhythmus trennt, in denen wir nicht Rhythmus „machen“, sondern Rhythmus sind – vergleichbar mit dem Schlagen des Herzens. Es sind diese Augenblicke, in denen es fließt, und in denen das scheinbar Hochkomplexe und Unerreichbare so mühelos ist, dass Zweifel aufkommen können, ob man nun tatsächlich alles „richtig“ mache, Momente eines intensiven "Flow-Erlebnisses"

Was sind die positiven Auswirkungen des „in den Rhythmus Fallens?“

Was sind die positiven Auswirkungen des „in den Rhythmus Fallens?“

Subjektiv und unwissenschaftlich formuliert sind es tiefe Glücksmomente, das Gefühl von Ankommen und Heimat, Momente ganz tief empfundenen Friedens.

Medizinisch wissenschaftlich formuliert sagt Dr. Klaus-Felix Laczika über das „in den Rhythmus Fallen“: „Diese ohne bewusste kognitive Anstrengungen erreichte rhythmische Wiedereingliederung auf höherem Niveau geht in der Herzratenvariabilitäts-Graphik des Teilnehmers mit einer unmittelbaren Rhythmisierung des Vegetativums einher.“

Dr. Laczikas Schlussfolgerung aus den HRV-Messungen ist, dass wiederholt und vorhersehbar ideale Zustände für das Nervensystem und die Körperrhythmik hervorgerufen werden können.

Muss ich ein Instrument spielen oder singen können, um an TaKeTiNa teilnehmen zu können?

Muss ich ein Instrument spielen oder singen können, um teilnehmen zu können?

Nein. Du brauchst keinerlei Vorkenntnisse.

Welche Instrumente kommen zum Einsatz?

Welche Instrumente kommen zum Einsatz?

Für TeilnehmerInnen ist ihr Körper das Instrument. Die LeiterInnen spielen Surdo und Berimbau. Die Basstrommel Surdo begleitet das tragende Fundament, die Schritte. Der Berimbau bringt neben der rhythmischen Struktur (Unterteilungspulsation) auch den Grundton und damit Melodie ins Spiel. Für die TeilnehmerInnen kommen mitunter Rasseln oder Klicker zum Einsatz.

KONTAKT

Katharina Loibner

Salzstraße 2/9
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Telefon +43 650 25 99 069

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